Unterwasser-Rugby Weltmeisterschaft in Montreal: Deutsche Mannschaften holen Topplatzierungen

Deutscher Unterwasserrugby-Spieler mit Ball - Foto: Ardan Füßmann
Deutscher Unterwasserrugby-Spieler mit Ball - Foto: Ardan Füßmann

Die 12. Unterwasser-Rugby Weltmeisterschaften in Montreal, Kanada, waren ein faszinierendes Spektakel für Unterwasser-Rugby-Enthusiasten aus der ganzen Welt. Vom 09. bis 15. Juli 2023 trafen sich Mannschaften aus 10 Nationen, um in diesem packenden Wettbewerb um den begehrten Titel zu kämpfen. Die deutsche Damen- und Herren-Nationalmannschaft, erzielten dabei herausragende Leistungen und sicherten sich sowohl bei den Herren als auch bei den Damen Topplatzierungen.

Herren-Nationalmannschaft souverän im Turnierverlauf

Die deutschen Herren zeigten im gesamten Turnierverlauf außergewöhnliche Leistungen. Angeführt von Kapitän Lukas Tadda vom Tauchclub Bamberg, machten sie den Unterschied und brachten Deutschland bis ins Finale. Das Team setzte sich zusammen aus Spielern aus verschiedenen Vereinen wie dem TC Bamberg, DUC Krefeld, TSV Malsch, SV Rheine und DUC Darmstadt.

Das Finale gegen Kolumbien war geprägt von Spannung und Nervenkitzel. Obwohl die deutsche Mannschaft mit einem knappen 1:0-Sieg den Kolumbianern unterlag, zeigten die deutschen Spieler eine beeindruckende Vorstellung und hielten das Spiel bis zum Schluss offen. Ihr zweiter Platz bei den Weltmeisterschaften ist ein großer Erfolg und spiegelt das hohe Niveau des Unterwasser-Rugbys in Deutschland wider.

Die deutschen Herren beeindruckten während des gesamten Turnierverlaufs mit starken Leistungen und demonstrierten ihre Fähigkeiten in verschiedenen Spielen. Besonders beeindruckend war ihr deutlicher 10:1-Sieg im Viertelfinale gegen Australien. In der Gruppenphase stand Deutschland bereits vor großen Herausforderungen, da sie gegen die beiden Mitfavoriten Dänemark und Kolumbien antreten mussten, wobei beide Partien unentschieden endeten und kein klarer Sieger ermittelt wurde.

Deutsche Damen holen sich die Bronzemedaille

Auch die deutschen Damen beeindruckten mit ihrer Leistung bei den Weltmeisterschaften und sicherten sich am Ende die Bronzemedaille. Unter der Leitung von Head Coach Kati Vehlow und Assistant Coach Heide Böhm, zeigten die Spielerinnen Teamgeist, taktisches Geschick und kämpferischen Einsatz.

Das Finale zwischen Norwegen und Kolumbien endete mit einem Sieg für die Norwegerinnen, die den Titel holten. Die deutschen Damen lieferten sich im Halbfinale ein spannendes Duell mit Norwegen, das mit einem knappen Ergebnis von 0:1 endete. Trotz der Niederlage zeigten die deutschen Damen eine starke Leistung und verpassten nur knapp den Einzug ins Finale.

Im Spiel um Platz 3 trafen die deutschen Damen auf die australische Mannschaft. Mit einer beeindruckenden Leistung gelang es den deutschen Spielerinnen, das Spiel mit einem deutlichen 5:1-Sieg zu dominieren und sich die Bronzemedaille zu sichern.

Erfolgreiche Spieler der deutschen Nationalmannschaften

Die deutschen Nationalmannschaften waren mit talentierten und engagierten Spielern besetzt, die im Verlauf des Turniers beeindruckende Leistungen zeigten.

In der Herren-Nationalmannschaft stellten sich unter den Bundestrainern Wilhelm Nier und Marcel Mohring folgende Spieler der Herausforderung:

  • Lukas Tadda (Kapitän)
  • Niklas Tadda
  • Hannes Treiber
  • Sebastian Lange
  • Andreas Weißenberger
  • Christian Foerschler
  • Lucas Meskes
  • Jochen Schottmüller
  • Christian Prowald
  • Philip Kreissig
  • Collin Laible
  • Yannick Pieper
  • Jonas Waid
  • Manuel Gassner
  • Tim Schmitt

Bei den Damen waren die folgenden Spielerinnen entscheidend für den Erfolg der deutschen Mannschaft:

  • Stephanie Popp (Kapitänin)
  • Linda Ostendorf
  • Ann-Kristin Rusche
  • Anais DeChaumont
  • Stefanie Nusser
  • Leonie Schäfle
  • Maren Janko
  • Maike Rossmann
  • Laura Büchner
  • Eva-Maria Dietmann
  • Ria Spallek
  • Regina Pavlovic
  • Anne Reh
  • Ninette Rattke
  • Carina Techert

Die Spieler hatten es jedoch mit einer besonderen Herausforderung zu tun, da der Pool in Montreal mit den Abmaßen 20 m x 22 m x 5 m als sehr groß im Vergleich zu anderen Wettkämpfen galt. Dies wurde auch von vielen Spielern etwas kritisiert. Trotzdem mussten alle Mannschaften im gleichen Pool spielen, und somit konnte dieses Größenverhältnis nicht als Vorteil für eine bestimmte Mannschaft gewertet werden. Die deutschen Spieler haben sich jedoch professionell darauf eingestellt und ihr Bestes gegeben, um ihre herausragenden Leistungen zu erbringen.

Über 1500 Zuschauer zum Finale im Live-Stream

Alle Spiele der Meisterschaft wurden live übertragen und stehen auch nach der Weltmeisterschaft für eine gewisse Zeit zur Verfügung. Diese wegweisende Entscheidung ermöglichte es Unterwasser-Rugby-Enthusiasten aus verschiedenen Ländern, das Turnier hautnah mitzuerleben und die fesselnden Wettkämpfe zu verfolgen.

Besonders während des packenden Herren-Finales fand die Live-Übertragung enormen Zuspruch. Mit mehr als 1500 Zuschauern weltweit, die den Stream verfolgten, wurden die Tribünen virtuell gefüllt und die Spannung und Intensität des Matches übertrug sich unmittelbar auf das Publikum.

>> Link zu den Videos der Spiele

Erwartungen für die Zukunft

Die deutschen Nationalmannschaften haben bei den 12. Unterwasser-Rugby Weltmeisterschaften eindrucksvoll gezeigt, dass sie zu den besten Teams der Welt gehören. Die Spielerinnen und Spieler haben ihr Können und Engagement unter Beweis gestellt und sich in der Unterwasser-Rugby-Welt etabliert.

Die Zukunft des deutschen Unterwasser-Rugbysports verspricht weiterhin Erfolg und spannende Wettkämpfe. Mit der fortlaufenden Entwicklung junger Talente und der Unterstützung engagierter Coaches und Vereine wird das Unterwasser-Rugby in Deutschland weiterwachsen und international Aufmerksamkeit erregen.

Die 12. Unterwasser-Rugby Weltmeisterschaften werden zweifellos als ein herausragendes Ereignis in die Geschichte des Sports eingehen und die deutschen Nationalmannschaften haben einen bedeutenden Beitrag zu diesem Spektakel geleistet. Wir gratulieren den Spielerinnen und Spielern zu ihren beeindruckenden Leistungen und freuen uns auf weitere Erfolge in der Zukunft.

Endplatzierungen der Unterwasser-Rugby Weltmeisterschaft 2023 in Montreal:

Herren:

  1. Kolumbien
  2. Deutschland
  3. Dänemark
  4. Norwegen
  5. Schweden
  6. USA
  7. Australien
  8. Österreich
  9. Kanada
  10. Spanien

Damen:

  1. Norwegen
  2. Kolumbien
  3. Deutschland
  4. Australien
  5. Schweden
  6. Dänemark
  7. Österreich
  8. USA
  9. Spanien
  10. Kanada

Links:

>> Bericht zur Vorbereitung der Weltmeisterschaft
>> Blog des VDST zur Weltmeisterschaft 2023

>> Porträtaufnahmen der Deutschen Nationalmannschaften auf VDST.de
>> Spielplan der Weltmeisterschaften in Montral auf CMAS.com
>> Unterwasser-Rugby-Pressefotos

1 Trackback / Pingback

  1. European Underwater Rugby League startet in zweite Saison. | Unterwasserrugby.com

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*